Spieltermine 

Eröffnungsgala Stadtjubiläum 900 Jahre Freiburg Januar 2020
Aktionstheater PAN.OPTIKUM
in der Sick Arena
Messe Freiburg

Ein Mädchen wie Malala
Am 24.12.2020 um 14 Uhr
als Livestream aus dem E-Werk Freiburg
https://www.infreiburgzuhause.de/ein-maedchen-wie-malala/

Die Geschichte von Kaspar Hauser
30.07.2020 & 31.07.2020 
Museumshof Ansbach
Beginn 16:00

Heiter bis Weiblich

18.07.2020
E-Werk Freiburg, Parkplatz
Beginn 19:00
www.ewerk-freiburg.de

Global Belly

Premiere 20.06.2020
Theater Freiburg
Beginn 20:00

Erschlagt die Armen

14.02.2020 & 15.02.2020
E-Werk Freiburg, Kammertheater
Beginn 20:30

Verzauberte Frauen
'ein Medea Projekt'
Premiere am 12.9.2020
3. u. 4.10.2020
www.spielwerk-an.de
Spiel.Werk Ansbach 

Von Reue, Motten und Roten Rosen
Premiere Juni 2018
im Theater Kopfüber Ansbach
Buchbar unter:
atischehbraun@yahoo.de

Heute Abend: Lola Blau
Premiere April 2015
im Theater  Ansbach
Buchbar unter:
atischehbraun@yahoo.de

Schrille Nacht
Die etwas andere Weihnachtsfeier
Premiere Dezember 2014  im Theater  Ansbach
Buchbar unter:
atischehbraun@yahoo.de

VITA Schauspielervideos.de

Pressestimmen

Ein Mädchen wie Malala
Badische Zeitung, 25. März 2017

Ein Mädchen wie Jeanne d’Arc und Anne Frank

 Bei Atischeh Hannah Brauns Ein-Frau-Stück "Ein Mädchen wie Malala" vergisst man Bedenken nahezu mit den ersten Worten. Das liegt zum einen an der mitreißenden Präsenz von Braun, zum anderen an der klugen Wahl des Stoffes.


Malala Yousafzai war 2014 die jüngste Trägerin des Friedensnobelpreises. Bekommen hat sie ihn für ihr Engagement, des Recht auf Bildung für Kinder und insbesondere Mädchen auch unter widrigsten Umständen durchzusetzen. Angefangen hatte alles, als ein BBC-Reporter nach einem Mädchen suchte, das in einem Blog von ihrem Alltag im pakistanischen Swat-Tal unter der Herrschaft der Taliban berichtet. Damals war Malala elf und die einzige, die sich – zumindest unter Pseudonym – traute.

Das Blog wurde ein Erfolg, Malala bekannt und das Pseudonym gelüftet. Als die 15-Jährige im Schulbus nach Hause fuhr, schoss ihr ein Taliban in den Kopf. Sie überlebte knapp. Aber das Kalkül der Taliban ging nicht auf. An ihrem 16. Geburtstag durfte Malala vor den Vereinten Nationen verkünden: "Sie haben gedacht, dass die Kugeln uns zum Schweigen bringen würden, aber sie sind gescheitert. Denn aus der Stille kamen tausende Stimmen." Im Jahr darauf erhielt sie den Nobelpreis.

Braun baut diese Geschichte geschickt auf, packt die Kinder zunächst an ihrer Haltung zur Schule. Ist sie dir wichtig? Kannst du dir vorstellen, dafür zu kämpfen? Dann nimmt sie die Zuschauer atmosphärisch mit in die pakistanische Großstadt: der Verkehr, der Lärm, der straßenweise Busfahrer, die verunsicherte Frau aus dem Taliban-Gebiet und natürlich die mutige Malala. Mit einfachen Requisiten wechselt sie die Rollen, für den Sound genügt ein alter Kassettenrekorder.

Aber Braun lässt die Geschichte nicht im Exotischen. Malala wurde nach einer paschtunischen Volksheldin benannt, die 1880 die Afghanen entscheidend zum Sieg gegen die Briten ermuntert hat. Klingelt da nicht was? Eine junge Frau, die das eigene Land gegen die einfallenden Briten verteidigt? Genau, das war wie damals bei Johanna von Orleans. Auch damals ging es gegen die Briten. So weit sind Pakistan und Europa nicht entfernt.


Und das Tagebuch selber? Braun liest eine Stelle über die Qual vor, nicht aus dem Haus zu dürfen. Dann zückt sie ein anderes Buch. Auch da geht es um die ständige Gefahr, außer Haus gesehen zu werden. Es ist das Tagebuch der Anne Frank. Suchen wir, wenn wir uns fragen, warum Afghanen und Pakistaner es mit den Taliban aushalten, vielleicht auch eine Antwort darauf, warum wir es mal jahrelang mit den Nazis hielten?

Die Mischung aus Atischeh Hannah Braun und dem Mädchen Malala müsste im Klassenzimmer eigentlich prima funktionieren.


Heute Abend: Lola Blau
FLZ, Montag, 27. April 2015

 

Das Auf und Ab eines Lebens in Liedern

Ein Abend, an den Theatergänger zurück denken werden. Ein Abend wie gemacht für den Abschied von Atischeh Hannah Braun. „Weißt Du noch? Die Atischeh“, werden sich die Theatergänger zunicken. „Was die alles konnte. Was für ein Temperament. Was für eine Schauspielerin.“ Atischeh Hannah Braun als Lola Blau strotzt vor Energie. Das muss man gesehen haben: Wie sie sich mit Lolas Lebensrollen verwandelt. Man kann ihr alles von den Augen ablesen: die mädchenhafte Unbedarftheit, die fragende Verlorenheit, den funkelnden Überlebenswillen, später die Tragik und Melancholie einer Diva. Und Kreislers alte, wahre Lieder, die singt sie mit Biss und mit Schmiss. Diese Lola Blau gibt so schnell nicht auf.

Helmut Büchel verfremdet die Originalsounds...dass Büchel die historischen Tondokumente und Geräusche, die zu „Lola Blau“ gehören, am Mikrofon live produziert, ist deshalb nur konsequent. Er verliest Reden. Wochenschaumeldungen, singt, trompetet, rattert und zischt.

Der musikalische Motor der Produktion ist Klaus-Lothar Peters. Sehr souverän und immer ein wenig verschmitzt sitzt er am Flügel, ersetzt locker eine Band, schlägt Funken aus den Tasten und webt Schwarzsamtenes in die Saiten. Einmal singt er sogar und das Kreislers würdig.

THOMAS WIRTH

 

BZ, Dienstag, 03. Mai 2016

 

KRITIK IN KÜRZE

"Heute Abend: Lola Blau" bei den "Schönen"

Georg Kreisler ist in diesem Monat vielfach bei den "Schönen" in Freiburg zu hören. Neben Leopold Kerns Eigenproduktion "Drei Viertel ohne Takt" (BZ vom 4. April) mit einigen bitterbösen Liedern des österreichischen Dichters, Komponisten und Kabarettisten, stand am Sonntagabend sein "Heute Abend: Lola Blau" auf dem Programm – ein Gastspiel des Theaters Ansbach. Das Musical erzählt die Geschichte der jungen jüdischen Schauspielerin Lola, die 1938 vor ihrem ersten Engagement in Linz steht – und ein Opfer des Antisemitismus wird. Sie flieht nach Amerika, doch macht der Erfolg dort sie nicht glücklich. Sie kehrt nach Wien zurück – und muss feststellen, wie sehr der Krieg die Menschen verändert hat. 

 

Atischeh Hanna Braun in der Rolle der Lola ist ein Glücksfall. Die wandlungsfähige Schauspielerin mit eindrucksvollem Mezzosopran überzeugt in allen Gefühlslagen: naiv,

traurig, verloren, melancholisch – und auch lebensfroh, energiegeladen, trotzig. Klaus-Lothar Peters am Klavier ist ihr großartiger Begleiter und Helmut Büchel, der am Mikrofon zum Meister der Geräusche wird, würzt den überaus charmanten Abend zusätzlich. Lohnt sich! 

Die Geschichte von Kaspar Hauser
FLZ,

Erschlagt die Armen
Badische Zeitung,

Global Belly
Badische Zeitung